Der Vorsitzende des Vereins Wohltat e.V. in Herzogenrath, Volker Behrendt, hat heute Herzogenrath zum neuen Sodom und Gomorra erklärt.

Lange schon war ihm ein altes Haus in der oberen Kleikstraße ein großer Dorn im Auge. Das Haus steht seit längerem leer, die Fensterscheiben waren teilweise kaputt, das Ladenlokal nicht geräumt und die Umgebung verwahrlost. Und das in Zeiten des Wohnungsnotstandes! Zeiten, in denen es nicht genügend bezahlbaren Wohnraum für Geringverdiener gibt. Sein Herz blutete, hat sich der Vereinsvorstand doch auf die Fahne geschrieben, genau diesem Personenkreis mit all seiner Kraft zu helfen.

Er wollte diesem Missstand ein Ende bereiten, fasste sich ein Herz und sprach mit dem Vermieter, legte ihm einen möglichen Plan für die Widerbelebung vor. Gesagt, getan – und nach nur kurzem Zögern hatte der Vermieter ein Einsehen und versprach zudem, dem Verein zu helfen.

Was also zunächst nach einer illegalen Hausbesetzung aussieht, ist in Wahrheit für alle Beteiligten eine (neu-deutsch) Win-Win-Situation. Diese „Instandbesetzung“ wird ein neues Wohltat-Projekt, dass bereits in den Startlöchern steht. Eine Wohnung wird baldigst renoviert, in der anderen ist noch Platz für eine WG. Und im Laden wird es schon bald ein neues Wohltat-Projekt – das noch nicht verraten wird – geben. Einige Menschen werden eine schöne, neue Wohnung beziehen können, die Kleikstraße wird belebt, der Vermieter bekommt nette Menschen ins Haus und zudem ein verschönertes Gebäude.

Vielen Dank, lieber Vermieter, dass Sie uns helfen, Herzogenrath wieder etwas schöner zu machen!

Text: Gudrun Anders, www.gudrun-anders.de

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